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Das Gnadenbild

Die Gnadenkapelle erhielt Ende April 1915 das jetzige Marienbild.
Es ist der Nachdruck eines Gemäldes des Malers Luigi Crosio (+1915), das er gegen Ende des 19. Jahrhunderts malte. Ursprünglich war der Titel des Bildes "Refugium peccatorum" - Zuflucht der Sünder.
Ein Lehrer des Studienheimes hatte es aus Freiburg im Breisgau nach Schönstatt mitgebracht und den Schülern zum Geschenk gemacht.
Das Gnadenbild erhielt den Titel "Dreimal wunderbare Mutter" - "Mater ter admirabilis" (abgekürzt MTA).
Dieser Titel wurde von der Marianischen Kongregation in Ingolstadt für das Marienbild in Schönstatt übernommen und erfuhr eine Verlebendigung.

Der Jesuitenpater Jakob Rem, unter dessen Leitung diese Marianischen Kongregation in Ingolstadt stand, hatte im Jahr 1604 in einer inneren religiösen Erfahrung erkannt, dass Maria unter der Anrufung "wunderbare Mutter" am liebsten verehrt werden wollte. In der Folgezeit ließ er diese Anrufung beim Gebet jeweils dreimal nennen. Später wurde daraus die Formulierung "Dreimal Wunderbare Mutter". Maria ist wunderbar als Mutter Gottes, als Mutter des Erlösers und als Mutter der Erlösten.
Im Laufe der Geschichte Schönstatts erweiterte sich der Titel.
In der Zeit der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus krönte Pater Kentenich das Gnadenbild im Urheiligtum. Maria erwies sich in der Folgezeit als machtvolle Königin. Nach der Verfolgungszeit durch die NS und dem Ende des 2. Weltkrieges proklamierte Pater Kentenich die Gottesmutter als "Dreimal Wunderbare Mutter und Königin von Schönstatt".

In der Zeit zwischen 1951 und 1965 wurde Schönstatt durch die Kirche geprüft. Der Gründer Schönstatts, Pater Josef Kentenich, wurde von seinem Werk getrennt. Am Ende dieser schwierigsten Epoche der Schönstattgeschichte stand die Rehabilitation des Gründers. Er kehrte am 24. Dezember 1965 nach Schönstatt zurück. Die Lösung aller Fragen hatte er allezeit durch das Eingreifen der Gottesmutter erhofft. Sie hatte sich siegreich erwiesen.

Das Bild trägt heute den Namen: "Dreimal Wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt."
Es drückt die tiefe Beziehung zwischen Christus und Maria aus.
Auch die Aufgabe Mariens als Mutter und Erzieherin für die heutige Zeit wird im Bild deutlich: Die Augen Mariens sind auf den Betrachter gerichtet.
Ihr Blick sagt: Du bist kostbar und wertvoll in den Augen Gottes und in meinen Augen (vgl. Jes. 43,4).

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Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt (MTA)